aktuelle texte und veranstaltungen:
transLibLab présente Lektürekurs: Was ist Verdinglichung?
Wir lesen & diskutieren den Begründungs-Essay des westlichen Marxismus als Einstieg in das berüchtigte Buch von György Lukács: Geschichte & Klassenbewusstsein. Ab Dez. 2011 zweimal im Monat. Texte vorhanden, keine marxistischen und philosophischen Vorkenntnisse nötig. Moderation: Nadja Rakowitz
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Nächste Lektüre-Treffen im IvI: Di 24.4.2012 19Uhr // Sa 12.5.2012 15Uhr
IVI transLib (die queercommunistische Bibliothek im IVI Dachgeschoss)
- Material:
- Geschichte und Klassenbewusstsein (komplett aber ohne jegliche Seitenkonkordanz)
- eine verbesserte Version des 1. Abschnitts des Verdinglichungs-Aufsatzes. (wird ausgebaut)
transLib: Drei Vorträge zur Dialektik von Existenzphilosphie und westlichem Marxismus.
Eine kleine Fortsetzung der vergangegen Veranstaltungsreihen „Der Gangsterboss des Existenzialismus” und „Existentialism revisited”. Die Vorträge finden jeweils donnerstags, 19 Uhr im Saal des IVI (Kettenhofweg 130) statt.
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Update: Tonaufnahmen der Veranstaltungen gibt es jetzt beim Audio-Archiv →
- 10.Nov 2011:
Roswitha Scholz: „Simone de Beauvoir heute”
{zum Ankündigungs-Text →} - 24.Nov 2011:
Christoph Zwi: „Lukács´ Heidegger-Kritik”
Der philosophische Dichter und Denker im Lande der Richter und Henker – der (prä- und post-) NS-Ideologe Martin Heidegger – hat vor allem auf einem Gebiet zu siegen nicht aufgehört: bis heute wird "Ontologie" in einem stereotypen Reflex gerade auch von Linken allererst mit seinem Namen in Verbindung gebracht. Dass es sich dabei jedoch um eine Pseudo-Ontologie handelt, welche vom "Dasein", "Seienden" und "Seinsgrund" usw. faselt, waehrend sie die begriffliche Bestimmung aller Kategorien und Beziehungen von gesellschaftlichem Sein, Bewusstsein sowie last but not least naturhaften Seinsgrundlagen verbietet und durch Mystizismus ersetzt, dies materialistisch aufzudecken gelang dem Begründer des "westlichen Marxismus", Georg Lukács, dessen ontologische Kritik aber noch immer weithin verdeckt wird von der Adornoschen Ontologiekritik. Ohnehin wird im fachphilosophischen herrschenden Universitätskanon "Ontologie" noch stets pauschal als "vor(erkenntnis)kritische Metaphysik" tabuisiert.
{weiterlesen →} - 1.Dez 2011:
Magnus Klaue: „Abschied von der Geschichtsphilosophie: Adorno, Sartre und die Sehnsucht nach der positiven Freiheit”
Seit einiger Zeit findet in antideutschen Kreisen verstärkt die zuerst von Jean Améry unter dem Schlagwort vom "Jargon der Dialektik" aufgestellte These Anklang, wonach im geschichtsphilosophischen Entwurf der "Negativen Dialektik" und in der negativen Anthropologie, wie die "Dialektik der Aufklärung" sie entwerfe, eine Verwischung der Grenze zwischen Tätern und Opfern der Shoah und eine Leugnung der moralischen Zurechenbarkeit individueller Handlungen wie auch individueller Leiderfahrung angelegt sei. Dadurch mache sich die Kritische Theorie, entgegen ihren Möglichkeiten, blind für die in keine "Dialektik" auflösbaren Widersprüche der Empirie. In Rückgriff auf die Existenzphilosophie, insbesondere auf Amérys Begriff der Leiberfahrung und Sartres Theorem der "Entscheidung", versucht etwa Gerhard Scheit in seiner Studie "Der quälbare Leib", diesem Defizit beizukommen. Der Vortrag möchte es demgegenüber unternehmen, gerade das oft als "negative Teleologie" abgelehnte Moment des Adornoschen Denkens als notwenige Bedingung geschichtlicher Wahrheitserkenntnis auszuweisen, und daran erinnern, daß an den "Schwierigkeiten mit der Geschichtsphilosophie" (Odo Marquard), in die jeder denkende Mensch durch die reflektierte Erfahrung der Wirklichkeit gestürzt wird, nicht die Philosophie, sondern die Geschichte schuld ist.
IVI transLibLab Weekend 22.-25.9.2011: Spektakelbuchkurs Nr3
überregionales Weekend mit gemeinsamer Lektüre & Diskussion: Zeit & Geschichte, Die spektakuläre Zeit, Die Raumaufteilung des Territoriums. Mit Filmen. Reader ab Mi 7.9. im IVI (Dachgeschoss).
Beginn Donnerstag um 20 Uhr, Freitag bis Sonntag jeweils 12 Uhr, Abfahrt ab So. 15 Uhr. Keine Vorkenntnisse nötig, Neueinsteiger_innen in die Spektakelkritik: welcome.
Zur Vorbereitung gibt es einen Reader →.
Zur Einleitung wird am Donnerstag die großartige 190 Minuten Dokumentation "68" von Gudie Lawaetz gezeigt (über die Bewegung der Besetzungen und den Mai 1968 in Frankreich). Siehe dazu auch das neu auf die Seite gestellte Buch von René Vienet: Enragés und Situationisten in der Bewegung der Besetzungen (1968).
transLibLab ist die queercommunistische bibliothek im IVI, Kettenhofweg 130, Frankfurt Westend.
Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels.
Das Buch von 1967 gibt es z.B. hier → . Den Film von 1973 gibt es am einfachsten bei youtube oder bei ubuweb, aber in bedauernswertem Zustand. Für höhere Qualität muss man etwas suchen. Besser als die zirkulierenden z.T. sehr schlecht übersetzten englischen Untertitel sind die von uns erstellten deutschen:
Untertitel ansehen / herunterladen).
Protokolle aus vorigen Lektürekursen und sonstige Materialien unter Revolution & Subjekt.
neu im Archiv: